Der Ehering ist ein Symbol für Liebe, Treue und Verbundenheit. Den meisten ist jedoch nicht bewusst, woher die Tradition des Ringtausches kommt und dass der Trauring eine wirklich lange Geschichte hat. Seinen Ursprung fand er in der Antike.

Der Ring als Symbol der Verlobung

Der Ehering war zunächst mehr ein Zeichen der Verlobung als der Ehe und stellte eine rechtskräftige Verpflichtung dar. Die Ringe, welche meistens aus Eisen oder Gold waren, galten als Anzahlung auf die Hochzeit, denn eine Heirat aus Liebe war selten. Es ging primär um wirtschaftspolitische Interessen.

Der Ring als Symbol der Zusammengehörigkeit

Ab dem 5. Jahrhundert galt der Ring als Symbol der Zusammengehörigkeit im religiösen Kontext. So wurde der Ringtausch immer stärker zum kirchlichen Ritual. Dabei war es bis ins 11. Jahrhundert Brauch, dass die Frau den vom Mann geschenkten Ring trug. Der Mann hatte keinen Ring am Finger. Je mehr die Ehe zum Versprechen untereinander wurde, entwickelte sich der Trauring als Partnerring für beide.

Seit dem 12. Jahrhundert segneten die Priester die Ringe als Zeichen der Verbundenheit und gaben ihnen damit fast einen magischen Charakter.

Der Trauring

Im 15. Jahrhundert wurde eine Differenzierung zwischen Verlobungs- und Trauring geschaffen, dabei wurde der Verlobungsring generell mit einem Stein veredelt. Der Verlobungsring hatte gestalterisch viele Freiheiten, so konnte er geflochten, gewunden oder als Knoten gewählt werden. Der Trauring hingegen war eher schlicht und rund, denn die Liebe ist ein Ring und ein Ring hat kein Ende.

Der Verlobungsring links, der Ehering rechts

Lange Zeit wurde der Verlobungsring in unserem Kulturkreis auf dem linken Ringfinger getragen und wechselte am Tag der Hochzeit auf die rechte Hand. Diesbezüglich haben Paare heute alle Freiheiten. Ob der Trauring links getragen wird, weil die Hand zum Herzen führt, oder ob er traditionell rechts getragen wird, spielt heute keine Rolle mehr.

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