Der Schwan gehört zu den Entenvögeln und wird der Familie der Gänse zugeschrieben. Die Schwäne sind die größten aller Ententiere und sind wegen ihres weißen Gefieders und ihrer opulenten Größe in viele Mythen und Märchen eingegangen. Ihre Symbolhaftigkeit ist daher beträchtlich.

Die Symbolik

Ein gewisser Zauber geht von diesen beeindruckenden Geschöpfen aus, doch woran liegt dies? Liegt es an ihrer Prächtigkeit und stolzen Haltung, welche Musiker, Künstler und Schriftsteller so sehr inspirierten und es heute auch noch tun? Immer wieder findet man den weißen Schwan als symbolträchtiges Wesen. Seine weiße Farbe ist ein Sinnbild für die Reinheit sowie Unantastbarkeit und seine Haltung wirkt stolz sowie imposant. Hoheitsträger in der ganzen Welt verehrten ihn und wählten den Schwan als Wappentier. Sie schmückten ihre Teiche, Seen und Brunnen mit diesem wunderbaren Geschöpf.

Der Schwan galt in der damaligen Zeit als heilig und man nahm an, dass sich hinter diesem Lebewesen ein verzauberter Prinz oder eine holde Jungfrau verbargen, welche auf Erlösung warteten. Dieser Mythos zog ruhmreich durch viele Kulturen unserer Welt.

Die Mythen verschiedener Kulturen

Die Ägypter waren der Auffassung, dass die Weltschöpfung aus dem Ei eines Urschwans entstanden sei. Aus diesem soll die Sonne hervorgegangen sein.

Einem indischen Volksmythos zufolge, schlüpften zwei menschliche Wesen, ein Mädchen und ein Junge, aus einem Schwanenei.

Der Hindu-Gott Brahma ritt sogar auf einem Schwan, welcher als eine Art Kutsche fungierte. Dieses Bild findet man auch bei den Kelten, welche verzauberte Schwäne vor ihren Kultwagen spannten.

Eine besondere Bedeutung und Vergöttlichung lässt sich in der griechischen Mythologie finden. Dort gesellt sich der Schwan zu Apollo, dem Gott des Lichts, der Sonne sowie der Kunst und fungiert unter anderem als Weissager. Auf seinen großen Flügeln wird der Gott durch die heiligen Lüfte von Delphi oder den hohen Norden getragen, denn dort vermutet man das Land der Glückseligkeit. Ariston war sogar der Auffassung, dass es heilige Schwäne auf dem Mond gibt, wo sie Glück und Ehrwürdigkeit erfahren.

Bei den Römern war der Schwan ein treuer Begleiter der Liebesgöttin Aphrodite. Seine opulente Gestalt wurde zum Sinnbild für Liebe, Schönheit und Treue! Dies kommt nicht von ungefähr, denn hat sich ein Schwanenpaar einmal zusammengetan, bleiben sie bis an ihr Lebensende in ewiger Treue vereint. Kein Wunder, dass die Menschen so viel Sehnsucht an den Schwan herantragen und er zum Glücks- bzw. Liebessymbol erwachsen ist.

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